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Geschichte

Plakat mit der Aufschrift "Kriegsbeschädigte! Kriegerhinterbliebene! Protest-Versammlung! Radikaler Abbau der Kriegsopferversorgung?" des Reichsbunds am 19. Juli 1930 im Trianonsaal (Volkswohl) in Dresden.
Historisches Plakat: Einladung zur Protestversammlung in Dresden
Schriftzug "Inklusion wagen - Solidarität gewinnen" mit Darstellung eines Herz-Ass. In der Mitte der Karte formen zwei Hände die Gebärde für Inklusion.
Unser Motto zur Bundesverbandstagung 2015: Inklusion wagen – Solidarität gewinnen.

Der Sozialverband Deutschland – kurz: SoVD – gehört zu den ältesten sozialpolitischen Verbänden in Deutschland. Gemeinsam blicken wir auf ein jahrzehntelanges Wirken für unsere Mitglieder zurück.

Wie alles begann

Der Verband gründete sich 1917 als „Bund der Kriegsteilnehmer und Kriegsbeschädigten“: Im Erste Weltkrieg erlebten erstmals Millionen von Menschen das Schicksal der Kriegsbeschädigung. Dieses Massenschicksal brachte für die Betroffenen ernste wirtschaftliche und soziale Folgen mit sich.

Einige von ihnen schlossen sich in Berlin zu einem Interessenverband zusammen. Dabei verschrieben sie sich von Anfang an demokratischen und fortschrittlich-sozialen Zielen. Fünf Jahre später umfasste der Verband, nun unter dem Namen „Reichsbund“, 830.000 Mitglieder. Ihnen lag die Versorgung der Kriegsopfer am Herzen. Zugleich traten sie aber auch für eine soziale und solidarische Gesetzgebung und für eine Politik des Friedens ein.

Die Machtübernahme durch die Nationalsozialisten schaffte 1933 jedoch ein unüberwindbares Hindernis: Der Verband suchte seiner Überführung in eine NS-Organisation zuvorzukommen. Aus diesem Grund löste er sich im April 1933 auf. Viele der Reichsbund-Funktionäre waren zu diesem Zeitpunkt bereits der Verfolgung ausgesetzt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg

Erst Ende 1946 erlaubten die Besatzungsmächte die Wiedergründung des Verbands: Aus erfolgreicher Tradition und Gründen der Identifikation behielten die Beteiligten den Namen „Reichsbund“ bei. Als Sozialverband Reichsbund nahmen sie im November ihre sozialpolitische Arbeit wieder auf. Die neue Bundesgeschäftsstelle lag in Hamburg. Hier verblieb sie bis zu ihrer Verlegung nach Bonn im Jahre 1964.

Die ehemalige DDR ließ den Verband indessen nicht zu. Noch vor der Vereinigung der beiden deutschen Staaten, zu Beginn des Jahres 1990, bereitete der Verband daher seinen Wiederaufbau im Gebiet der neuen Bundesländer vor. Heute umfasst der SoVD 560.000 Mitglieder und ist bundesweit vertreten. Die Bundesgeschäftsstelle hat seit 2000 ihren Sitz in Berlin.

Damals und heute

Der Verband wirkte über die Jahre an einer Vielzahl relevanter Gesetze mit. Auf der Webseite des Bundesverbands finden Sie die wichtigsten Stationen unseres Wirkens. Unter anderem strengte das thüringische Gründungsmitglied Fritz Schumann eine erfolgreiche Klage an: Seit 2000 erhalten Kriegsopfer in Ost- und Westdeutschland dieselbe Grundrente.

In Mitteldeutschland tritt heute der Landesvorstand, unterstützt von der Geschäftsstelle, für Ihre Interessen ein.




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